Sie befinden sich hier: News




22.02.2007 · OTZ

Erlebnisachse vom Zentrum bis Osterstein

"Ja - für Gera" bergeistert verschiedenste Akteure für Projekt einer Standortgemeinschaft

Von Erika Baumann Gera. Was hat es mit dem neuen Projekt "Standortgemeinschaft" der Initiative "Ja - für Gera" auf sich? Vereinschef Volker Tauchert stellte es in großer Runde vor mehr als 120 Mitgliedern, Förderkreismitgliedern, Förderern und ausgewählten Partnern aus den verschiedensten Bereichen des gesellschaftlichen Lebens von Gera vorgestern Abend im Hotel "Courtyard by Marriott" vor.

Im Fokus steht die Erlebnisachse - so der Arbeitstitel - oder auch die Meile über rund 3,5 Kilometer in Geras Zentrum beginnend in der sich entwickelnden Kunst-, Mode- und Genussmeile Kirchstraße/Markt/Steinweg und über die Schloßstraße zum Bahnhof sowie durch Küchengarten und Hofwiesenpark bis zum Otto-Dix-Haus und hinauf zum Schloss Osterstein. Es ist quasi die "Schokoladenmeile" von Gera, an der sich eine Vielzahl von Kultur-, Kunst- und gastronomischen Einrichtungen, unzählige Geschäfte, Einkaufstempel, Dienstleistungseinrichtungen, Parks, Erholungs- und Sportflächen befinden. All diese zusammenzufassen in einer Standortgemeinschaft und die verschiedensten Akteure für ein gemeinsames Handeln für eine lebenswerte Stadt zu motivieren und letztlich Investoren anzulocken, das nannte Tauchert als Ziel, das sich die Initiative auf ihre Fahnen schrieb und für das er schon mit über 50 Anliegern Gespräche führte.

Das Produkt, das auf dieser Meile entwickelt werden soll, heiße Erhaltung, Gestaltung und Innovation. Wenn diese Standortgemeinschaft in dieser Verzahnung und mit großem bürgerschaftlichen Engagement zustande kommt, sei das wie eine kleine Revolution, macht Tauchert die Größe des Vorhabens deutlich. "Vor allem die Innenstadt braucht mehr Blut in den Adern. Was wir tun wollen, geht in diese Richtung."

Ein Maßnahmeplan soll festschreiben, was auf der Meile passieren soll, wer die Verantwortung dazu trägt und welche Maßnahmen Priorität haben. Beispiel Gustav-Hennig-Platz: Wer kümmert sich um einen der schönsten Plätze im Zentrum? Könnten es Berufsschüler in einem Ideenwettbewerb sein? Oder der Puschkinplatz. Er ist toll geworden, aber nicht fertig. Was könnte und sollte sich hier mit Bürgerengagement noch verbessern?

Zunächst soll eine Koordinierungsgruppe aufgebaut werden, in der anerkannte Persönlichkeiten der Stadt als Sprachrohr wirken, aktive Bürger, Hauseigentümer, Marketingspezialisten, Städträte, Mitarbeiter der Verwaltung usw. Gedacht ist weiter an Kreativkreise wie Organisation, Qualifizierung, Gestaltung, Ordnung, Vermarktung und Nutzung. Der erste könnte der Kreativkreis Ordnung sein und schon vor der Buga wirksam werden. "Wir sind dabei", so Katrin Sander, Leiterin der Polizieinspektion Gera-Nord, die gemeinsame Stadtrundgänge vorschlug. Viele sagten an jenem Abend spontan Ja zu Gera und wie sie sich auf der Meile einbringen wollen, auf der die Stadt schon rund 53 Millionen Euro investierte, wie es Bauderzernent Roman Miller (SPD) betonte. Junge Künstler sollen sich im noch öden Steinweg ansiedeln, so GWB Elstertal-Chef Ralf Schekira und auch die Geraer Studentin Christin Roßmann, die ihre Diplomarbeit zu "Standortgemeinschaft und Öffentlichkeitsarbeit" schreibt, sagte ihre Teilnahme zu.

Zu Beginn machte Jürgen Lemcke vom Deutschen Seminar für Städtebau und Wirtschaft grundsätzliche Ausführungen zu Immobilieneigentümergemeinschaften und zum "Handlungs- und Maßnahmekatalog für die Geschäftsstraßenentwicklung". Wir wollen gemeinsam zum Wohle unserer Stadt handeln und viele für unser Ziel begeistern.

Volker Tauchert von "Ja - für Gera"





Weitere News
Samstag, 15.August.2020 04:09:29