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06.06.2008

"Ja - für Gera" belebt Nicolaiberg und Steinweg



Blumenschalen an den Straßenlaternen” heißt eine weiteres Projekt des Vereins, das zur Verschönerung des Marktes und der Kleinen und Großen Kirchstraße beiträgt. Seit mehreren Jahren gibt es die Bestrebung, auch die wenig attraktiven Ecken Geras im Rahmen der Möglichkeiten in ein positives Licht zu rücken. So wurde auch die damalige Ansicht des heute in Sanierung befindlichen Gebäudes auf dem Markt durch Blumenampeln freundlicher gemacht.

 

 

Gera (NG). Nachdem „Ja - für Gera” am vergangenen Sonnabend das Projekt „Klein-Montmartre Gera” in guter Atmosphäre mit viel Grün gestartet hat, werden auch am kommenden Sonnabend, 7. Juni, für die Bürger und Gäste unserer Stadt wieder die Rahmenbedingungen geschaffen, dass sich zwischen 10.30 bis 13 Uhr jeder Interessierte in dieses Kommunikations- und Kreativobjekt einbringen kann. In der vergangenen Woche kam man vor allem mit Touristen aus den Niederlanden ins Gespräch, die das städtebauliche Ensemble mit seinen vielfältigen Angeboten bewunderten. Dabei wurde so manches Foto von der St. Salvatorkirche, dem Naturkundemuseum und den Aktionen auf der Blumentreppe geschossen.

 

Einige langjährige Partner haben bereits für dieses Wochenende ihr Kommen zugesagt, so dass es auch nach 13 Uhr interessant weitergeht. Um 17 Uhr findet zudem in der St. Salvatorkirche die Ausstellungseröffnung mit Werken der freiberuflichen Malerin Ute Rückert statt.

 

Überhaupt steht „Klein-Montmartre” zunehmend für die Entwicklung eines kreativen Milieus im Bereich der oberen Stadtkrone und wird sich künftig auch stärker in den Bereich des in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Steinweges ausweiten. „Ja - für Gera” wird in dieser Saison mit seinen Innenstadtaktionen dazu einen konkreten Beitrag leisten. So ist an diesem Sonnabend ein erster Arbeitseinsatz im Haus Steinweg Nr. 5 vorgesehen. In diesem leer stehenden Gebäude ist im Rahmen der gegebenen Interessen und Möglichkeiten eine Zwischennutzung in Form einer sogenannten „Bürgergalerie” angedacht. Diese soll neben weiteren geplanten temporären Maßnahmen in diesem wichtigen - aber oft stiefmütterlich behandeltem - innerstädtischen Bereich auch zur Erhöhung der Attraktivität und Lebendigkeit des Steinwegs mit beitragen.

 

Die erste Aktion in der diesjährigen Saison fand am 31. Mai statt. Bürger jeden Alters haben rund um das Atelier von Ute Rückert (privater Förderer) gemalt und musiziert, und es gab neben ausgestellten Bildern auch Holzkunst von Marcus Malik (Förderer) zu bewundern. Ralf Braungart vom Anim Studio (Förderer) brachte sich ebenfalls in diese erste „Ja - für Gera”-Aktion 2008 mit ein. In diesem Rahmen wurde auch zum vierten Mal wieder das Projekt „Blumentreppe” umgesetzt.

 

Die Palme an der St. Salvatorkirche stellt der Verein regelmäßig seit dem Jahr 2006 an diesem geschichtsträchtigen und zugleich kulturvollen Standort hoch über der Großen Kirchstraße auf. Es ist eine Gemeinschaftsaktion der im Verein „Ja - für Gera” mitwirkenden Firmen Kramer AG (Förderkreismitglied) und Gartenbau Hofmann (Förderer) sowie des Partners Otegau GmbH.. Die Fotografin Sigrid Schädlich übernimmt als privater Förderer auch in diesem Jahr wieder die Pflege der Palme und der „Blumentreppe”.

 

Das Projekt „Blumenschalen an den Straßenlaternen” im Bereich des Marktes, der Kleinen und Großen Kirchstraße wurde im Ergebnis eines Diskussionsprozesses um mehr Grün in der Innenstadt das erste Mal im Jahr 2004 - und somit bereits drei Jahre vor der Bundesgartenschau in Gera und Ronneburg 2007 - realisiert. Sämtliche anfallende Kosten, einschließlich Pflege, übernimmt dafür jedes Jahr der Verein „Ja - für Gera”. Somit sind auch Firmen aus der Region beteiligt. Bei der Anschaffung bzw. Grundinvestition der Blumenschalen brachten sich weitere Händler, Dienstleister, Gastronomen und Grundstückseigentümer aus dem Bereich Kirchstraße/Markt mit ein. Ein wichtiger Dienstleistungspartner von Beginn an ist dabei auch die Stadt Gera. Alle in „Ja - für Gera” vereinten Unternehmen und Unternehmer haben es sich zum Ziel gesetzt, in gemeinnütziger Art und Weise das Thema „Stadtentwicklung” zu unterstützen.

 

Ganz in diesem Sinne haben sich die zahlreichen Mitglieder und tatkräftigen Förderer des Vereins auch dem folgenden Motto verschrieben: „Für Räume, auf die der Bürger mit positiven Gefühlen reagiert, die er also ‘annimmt’, empfindet er Verantwortung.” (Prof. Dr. Dieter Hassenpflug aus „Reflexible Urbanistik” Reden und Aufsätze zur europäischen Stadt, Verlag der Bauhaus-Universität Weimar)








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