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01.04.2010 · OTZ · Tobias Schubert

Doppelter Grund zur Freude

Mehr als 100 Gäste sehen das Songtage-„Sprungbrett”-Konzert mit Carla Nelson



Carla Nelson bei ihrem Auftritt. (Foto: Tobias Schubert)
Carla Nelsons Konzert begann mit einer guten Nachricht: Vor wenigen Stunden seien die letzten Karten für das Konstantin-Wecker-Konzert am 23. April im Vorverkauf rausgegangen, freute sich Daniel Zein, Mitveranstalter der Dritten Geraer Songtage. Der Auftritt der 16-jährigen Carla gab Zein weiteren Anlass zur Freude. Mehr als 100 Gäste standen und saßen im und außerhalb des Bürgercafés im Steinweg, um die Schülerin des Goethegymnasiums Gera zu hören. Manche der Gäste konnten das Konzert so nur über die aufgebauten Lautsprecher verfolgen, was der Wirkung der Musik aber keinen Abbruch tat. Nicht mit einer Silbe hätte ich mit solch einer Resonanz gerechnet, gab Zein, sichtlich begeistert, zu. Dass Carla überhaupt so viele Menschen anlocken konnte, hat sie neben ihrer tollen Stimme auch den Veranstaltern von artfullsounds zu verdanken. Denn: Sie trat im Rahmen des Songtage-Sprungbretts auf, das in diesem Jahr Premiere feierte. So sollen auch künftig regionale Künstler die Chance erhalten, sich einem Publikum zu präsentieren.

Unterstützt von Bass, Schlagzeug und Keyboard teilweise gespielt von der eigenen Familie nutzte Carla an der Gitarre diese Gelegenheit souverän. Ihre Lieder trug sie authentisch und mit viel Gefühl in der Stimme vor. Dabei standen neben Eigenkompositionen unter anderem einem Lied, das sie für einen verstorbenen Freund schrieb einige Coverversionen, die sie aber in einem neuen Gewand präsentierte.

So verwandelte sie zum Beispiel den Popklassiker I wanna hold your hand von den Beatles in ein ruhiges, fast melancholisches Stück, in dem stellenweise allein ihre Stimme, unterstrichen von leichten Bassakzenten, zu hören war. Auch ihre Versionen von Michael Jacksons Billy Jean oder Sheryl Crowes God bless this mess überzeugten gerade durch die Individualität der Arrangements als durch das treue Abspielen der Originale. Bleibt festzuhalten, dass es artfullsounds nach Sebastian Krumbiegel geschafft haben, ein weiteres Highlight bei den Songtagen zu präsentieren. Davon kann man sich nur mehr wünschen.





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