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06.11.2014 · OTZ online · Sylvia Eigenrauch

Der Zschochern in Gera ist verkehrsberuhigt


Inbetriebnahme des Parkscheinautomaten. Dabei sind von links: Tobias Friedrich, Viola Hahn, Volker Tauchert und Stefan Prüger. Foto: Sylvia Eigenrauch
 
 
Gera. Was im vorigen Frühjahr mit der Idee "Platz machen!" des Buga-Fördervereins begann, ist mit der Markierung der 34 Stellflächen und der Bordüberfahrt aus Richtung Altenburger Straße nahezu abgeschlossen. "Ich finde es toll, dass sich das so entwickelt hat", sagte gestern Buga-Vereinschef Tobias Friedrich. "Mit Ideen der Anwohner, dem Einsatz von Ja - für Gera und der guten Kooperation mit der Stadt ist daraus Größeres geworden."

 

Die vorher fünf Taxi-Plätze auf dem Zschochernplatz wurden auf drei reduziert. Dafür kamen drei Behinderten-Stellplätze daneben, die in der Uhlandstraße entfallen. An der Zschochernstraße bergauf rechts entstanden Stellflächen. Flächen vor Hauseinfahrten sind mit weißen Kreuzen markiert.

 

"Ich hoffe, dass sich mit der Möglichkeit zum Parken nun der Straßenzug belebt und auch investiert wird", sagte gestern Oberbürgermeisterin Viola Hahn (parteilos). Der Wunsch nach Stellplätzen war auch aus der Runde der Innungsobermeister gekommen, berichtete sie. Im Vorfeld gab es Pro und Kontra zum Parken. Anwohner befürchteten Lärm. "Das lauteste ist das Klappen der Autotüren", meinte Geschäftsinhaber Ricardo Weese, der froh über die jetzt gefundene Lösung ist. Volkmar Plietsch, Inhaber eines Geschäftes für Hausgeräte, schätzt sich glücklich, dass er nun vor seinem Geschäft Parkplätze hat. "Zehn Jahre habe ich darum gekämpft", meinte er gestern.

 

"Erstmals ist das umgesetzt, wofür die Straße vor 30 Jahren geplant war", sagte Fachdienstleiter Stefan Prüger. Die entstandenen Kosten von 11"250 Euro werden ausschließlich aus der Parkplatzablöse finanziert. Also aus Geldern, die eingenommen werden, wenn Grundstücksbesitzer aus Platzmangel fehlende Parkflächen auf diese Weise ermöglichen. Im nächsten Jahr soll das Provisorium an der Überfahrt von der Altenburger Straße zu einer abgesenkten Borde umgebaut werden.

 

Diese grenzen in der Regel verkehrsberuhigte Zonen ab. In denen gilt Schrittgeschwindigkeit und obendrein, dass Kraftfahrer und Fußgänger aufeinander Rücksicht nehmen müssen.




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