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24.11.2015 · OTZ online · Sylvia Eigenrauch

Ideenschmiede für den namenlosen Platz im Zentrum von Gera

Die Brache zwischen Kultur- und Kongresszentrum und Breitscheidstraße soll nun wirklich Gestalt annehmen. Ein Projektteam formiert sich nach dem Workshop-Wochenende.


Petra Wagner weist auf die Box als Kontaktstelle auf der Freifläche am Kultur- und Kongresszentrum.

Foto:

 

Gera. Neustadt, Brühl, Freie Mitte, Kultur Platz. Diese Namen könnte die Freifläche an der Geraer Breitscheidstraße bekommen. Doch letztlich entscheiden sollen das die Geraer.

 

Das ist eine Aussage nach dem Workshop, zu dem sich am Freitag 42 und am Sonnabend 35 Interessierte zusammenfanden. „Innerstädtische Brache sucht neue Nutzer“ stand über der Veranstaltung. Ein Ergebnis ist, dass sich Freiwillige für ein Projektteam meldeten, das sich am 2. Dezember, 16.30 Uhr, in der Mangelwirtschaft im Geraer Steinweg trifft.

 

Bisher gibt es einen Initiativkreis des Vereins „Ja – für Gera“, der sich mit der Starken Mitte für die Internationale Bauausstellung Thüringen (Iba) beworben hat. Seit vorigem Jahr ist Gera Iba-Kandidat. Weil die Stadtverwaltung das Projekt mit betreut, gibt es hier eine zusätzliche Bürgeraktivgruppe.

 

Mit Beispielen aus Madrid, Hamburg und Leipzig, die zeigten, wie eine Idee zünden, viele anstecken und dann Wirklichkeit werden kann, waren die Teilnehmer eingestimmt worden. In drei Gruppen trugen sie Vorschläge zur Zwischennutzung der Fläche, zu Betreibermodellen und Verantwortlichkeiten zusammen. Unternehmerin Petra Wagnerhatte sich mit ihrer Gruppe Gedanken zur Zwischennutzung gemacht. Eine Box als fester Anlaufpunkt stellt man sich vor und von Mai bis September 2016 ein „Festival des Platzes“. Regelmäßige Angebote würden so die Fläche beleben. Sogar ein Plakat „Betreten erwünscht!“ wollen sich die Teilnehmer vorstellen. „Ich habe überhaupt nicht verstanden, warum sich im Sommer keiner in die Wiese gesetzt hat“, meinte Baudezernentin Claudia Baumgartner (parteilos), die zu dieser Arbeitsgruppe gehörte und einen Bouleplatz vorschlug.

 

„Wir dürfen nicht weiter warten, sondern machen“, verwies Christian Matern, der beispielsweise das Biermannquartier in Untermhaus mit entwickelt auf die Konjunktur. Er plädierte recht bald für ein Gebäude, das den Platz fasst.

 

„Das war eine Auftaktveranstaltung zum Gasgeben“, meinte die Baudezernentin nach dem Wochenende. Unbeantwortet für Stadtrat Heiner Fritzsche (SPD) und auch für Renate Stachorski von der Fachgruppe Stadtgeschichte blieb, weshalb alle bisherigen Ideenwettbewerbe für den Platz im Zentrum gescheitert waren. Fortgesetzt werde der Workshop am 12. Februar, so Thomas Leidel aus dem Geraer Baudezernat. Zuvor werden ab 19. Januar die 24 Arbeiten des europäischen Wettbewerbes für den Platz im Foyer des Kultur- und Kongresszenrums gezeigt.

 

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