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26.02.2016 · OTZ online · Christine Schimmel

In Gera ungebrochenes Interesse an der Zukunft eines schlafenden Platzes

Mehr als 3 550 Besucher hatten sich bis gestern Nachmittag die Ausstellung „KuK an!“ angesehen. Die Entwürfe zum Vorplatz des Kultur- und Kongresszentrums animierten bisher 500 Menschen, ihre Ideen aufzuschreiben.


Thomas Leidel (l.) und Volker Tauchert besprechen ein Modell der Ausstellung.

Foto: Christine Schimmel

 

Gera. Die Akteure Stadt Gera, Ja - für Gera und Iba Thüringen sprechen von einer unglaublichen Resonanz. Und tatsächlich haben sich die Geraer von der Ausstellung anstecken lassen, ihre eigenen konkreten Vorstellungen von der im Tiefschlaf befindlichen Freifläche vor dem Kultur- und Kongresszentrum (KuK) zu diskutieren.

 

Rund 350 Personen nahmen an den Führungen teil, knapp 500 sagten auf ausgelegten Fragebögen bis jetzt detailliert ihre Meinung. „Von einigen haben wir sogar seitenlange Abhandlungen und richtige Entwürfe zurückerhalten“, weiß Thomas Leidel aus der Stadtverwaltung.

 

Schon in den unzähligen Gesprächen, die er, Volker Tauchert von Ja - für Gera und Stadt-Mitarbeiterin Cathrin Heinrich mit den Besuchern führten, waren Trends herauszuhören. „Die Geraer wollen öffentlichen Raum, an dem sie sich treffen können, der nicht zu sehr bebaut ist und der Grün und Wasser bietet, ohne ein Park zu sein“, fasste Tauchertzusammen.

 

Verweilzonen, in denen man einen Kaffee trinken kann, während man auf eine Verabredung wartet – so erinnerten sich viele Geraer an den Platz vor der Wende, als die „Zitronenpresse“ und die Brunnen der Treffpunkt im Zentrum waren. Doch nicht nur die Bürger, auch der Großteil der Stadträte und Fraktionsvorsitzenden hat sich „KuK an!“ zu Gemüte geführt. Dass etwas mit dem großen Platz im Herzen der Stadt passiert, geht an kaum jemandem vorbei.

 

Auswertung der Fragebögen folgt

„Auch wenn es sehr unterschiedliche Haltungen zu Zwischennutzungen gibt, die Leute haben einen sehr realistischen Blick auf das, was an dieser Stelle gestalterisch und finanziell passieren könnte“, so Thomas Leidel. Das rege Bürgerinteresse jedenfalls sei ein hoffnungsvoller Baustein dafür, aus dem Iba-Kandidaten „Geras neue Mitte“ ein Iba-Projekt werden zu lassen. 

 

Nachdem die Ausstellung abgebaut ist, steht jetzt die Auswertung der Fragebögen an. Das wird bis in den April dauern. Gemeinsam mit den in verschiedenen Workshops erarbeiteten Ideen münden die wichtigsten Vorschläge der Bürger schließlich in einen sogenannten Entwicklungsrahmen, der als Beratungsvorlage im Stadtrat und nach nochmaligem Nachjustieren als integrierter Masterplan beschlossen werden soll. Ende 2016 hat man sich vorgenommen, dieses Ziel zu erreichen – und damit endlich eine verbindliche Aussage dazu zu treffen, was man sich auf dem Platz vorstellen kann. Damit hätte man die Basis für eine Anerkennung als Iba-Projekt und für die Investorensuche. „Wir haben nach der Buga jetzt eine zweite Chance für unsere Stadt. Aber nur, wenn wir es gemeinsam angehen. Das heißt, wir müssen jetzt diejenigen sein, die vor Ort ihre Stadt gestalten wollen“, sagte Volker Tauchert. Unabhängig vom langfristig angelegten Ziel, den Platz ernsthaft und mit Weitblick zu entwickeln, werden temporäre Nutzungen vorbereitet. Trotz Ausstellungsende sind Ideen der Bürger und ihr aktives Mittun in den Arbeitskreisen weiter erwünscht.

 

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