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25.06.2016

Grüne Wohlfühloase inmitten der Stadt

Viel Grün, Wasser, Entspannung, Gastronomie und Plätze zum Verweilen, das wünschen sich die Besucher der Ausstellung „KuK an“ für Geras neuer Mitte


Stellen die Ergebnisse der Bürgerumfrage vor: Thomas Laubert, Olaf Schneider, Martin Greipel, Matthias Röder, Claudia Baumgartner, Thomas Leidel, Volker Tauchert, Heinz Klotz, und Catrin Heinrich (von li.). 

Foto: Hesse 

 

 

Von Wolfgang Hesse

 

„Wir sind eine erfolgreiche Zweckehe eingegangen“, so fasst Volker Tauchert vom Verein „Ja für Gera“ die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung zusammen. Auf Initiative des Vereins ist viel passiert, nicht nur in den letzten Jahren für und in Gera, nein ganz speziell auch bei einer Zukunftsplanung für den Platz vor dem KuK und die angrenzende Breitscheidstraße. Gemeinsam mit der Stadt und der iba üringens hat sich der Verein bei der Ausschreibung „Europan 13“ beworben. Die iba ist die Gesellschaft des Freistaates üringens, die für das Jahr 2023 eine Internationale Bauausstellung (iba) in üringen organisiert und Gera unterstützt, ein Ausstellungsprojekt auf der Fläche „Geras Neue Mitte“ zu entwickeln. So konnte dieses Thema zu einem Projekt im Rahmen von European Deutschland mit dem Titel „The Adaptable City“ werden. Während des Wettbewerbs „Europan 13“ wurde an acht Standorten Deutschlands zu Entwürfen für eine Neu- und Umgestaltung aufgerufen. Für Gera standen Szenarien für eine architektonische und stadtplanerische Bebauung entlang der Breitscheidstraße im Mittelpunkt. Die Ausstellung „KuK an“ präsentierte Anfang 2016 die Ergebnisse. 28 Gestaltungsvorschläge von jungen Planern und Architekten, Masterstudenten der Fachhochschule Erfurt und Geraer Architekten dokumentieren die Ideen für Geras neue Mitte. Über 3500 Besucher in vier Wochen zeigen, dass es den Geraern nicht egal ist, wie das Zentrum um das Stadtmuseum aussieht. 520 der Besucher nahmen zudem an einer Befragung zu dieser Ausstellung teil. Volker Tauchert äußert sich sehr zufrieden mit der Beteiligung. „Ich habe selten so komprimiert festgestellt, dass die Bürger dieser Stadt Interesse haben, sich einzubringen und damit den Beweis für eine Identifizierung mit ihrer Stadt liefern.“

 

Das Dezernat Bau und Umwelt, der Verein „Ja für Gera“ und in die Entwicklungsphase einbezogene Bürger haben die Ergebnisse dieser Befragung sowie Gespräche und Vorschläge detailliert au ereitet und bewertet. Die Statistiken zeigen, dass sich eine Vielzahl der Befragten für eine großzügige moderne Bebauung aussprechen, wobei Grün, Wasser und Freizeit die Hauptelemente bilden sollen. Gastronomie, Außenanlagen zum Verweilen, aber auch Grünpatenschaften wünschen sich die Geraer. Daher favorisierten alle mehrheitlich den Gestaltungsvorschlag „Cityline Storyline“. Die aubeereiteten Ergebnisse und die Statistiken sind auf der Homepage der Stadt Gera über dem Suchbegriff „KuK an! Ergebnisse der Bürgerumfrage“ einzusehen. „Frei gestaltete lebendige Flächen und die Mitwirkung der Bürger daran, wie etwa mit Blumenkästen in Eigenregie.“, nennt Heinz Klotz einige Wünsche der Befragten. „Konkret wird auch für die Breitscheidstraße, ein barrierrefreier Fußgängerüberweg vorgeschlagen“, ergänzt Michael Röder. „Die Architektur solle modern, ein Hingucker sein und für Geras Identität werben.“

 

„Kurzum, Ideen und Wünsche sind reichhaltig eingegangen, nun müssen die Möglichkeiten betrachtet werden. Wir sind noch am Anfang“, meint Volker Tauchert.

 

Die nächsten Schritte werden auch nicht ohne Bürgerbeteiligung stattfinden, erklärt Baudezernentin Claudia Baumgartner: „Die Bürgeranliegen spielen eine wichtige Rolle für unsere weitere Arbeit. Sie ergänzen die Fachmeinungen und weitere Beiträge, die auch dem Ent- wicklungsrahmen dienen. Jeder interessierte Bürger, der konstruktiv mitarbeiten und mitgestalten möchte, ist gern willkommen.“

 

Die nächsten Schritte werden die Konkretisierung der Möglichkeiten sein, die in einem Masterplan münden. Darin, so die Baudezernentin, werden die Spielregeln für die Umsetzung festgelegt. „Noch in diesem Jahr“, so Thomas Leidel, Projektleiter Geras neue Mitte vom Dezernat für Bau und Umwelt der Stadt, „wird es neue Entwürfe geben, die den Ausschüssen des Stadtrates vorgelegt werden.“ Parallel soll auch, für alle Bürger sichtbar, etwas an den Flächen vor den KuK geschehen. „Wir wollen eine Fläche, einen Lebensraum verändern. damit sich Menschen wohlfühlen und angezogen werden. Das ist ein längerer Prozess, den wir und alle Bürger der Stadt nutzen sollten, Gera nach außen darzustellen und zu zeigen, was die Stadt wertvoll macht. Dazu ist gerade dieser laufende Prozess bestens geeignet“, erklärt Volker Tauchert, der Vorsitzende vom Verein „Ja für Gera“. 

 

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